sind Zwartbless wirtschaftlich?

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Henry
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » Mi 8. Mai 2019, 20:14

smallfarmer hat geschrieben:... das ist ja vor deiner aktiven Schafzeit. ... Mit der Meinung, das das was sich in einem Schafland bewährt hat, auch bei uns gilt. Damit bist du schlichtweg auf dem Holzweg. Aber das lernst Du auch noch.
... ich glaube, daß genau das ein großer Unterschied zwischen uns ist: Ich weiß noch nicht alles und lerne noch was. :pft:

Bei uns teasd übrigens ein Merino-Landschafbock. Aber das ist Zufall, ich konnte ja nicht wissen, daß das geht, denn ich hab ja die aktive Schafzeit in der DDR gar nicht erlebt. Alles was da schon gestimmt hat, kann ich ja nicht wissen. Auch nicht, wer Devisen ausgeben durfte um Sulflock-Schafe zu beschaffen. Und daß die anders heißen natürlich auch nicht.

Manchmal frage ich mich, was Dich glücklich daran macht, mir und den anderen hier andauernd zu zeigen, daß ich wohl ein ahnungsloser Späteinsteiger bin. :gruebel: Kurze Zeit später isses mir dann aber wieder egal. :nick:

Und hier wollte ich nur beisteuern, daß Zwartbless ideale Teaser sind. (Aber wahrscheinlich nur überall sonst in der Welt und natürlich nicht in Deutschland)
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon LuckyLucy » Do 9. Mai 2019, 05:05

Henry, wozu nimmt man Teaser?
Um dem Besamungstechniker zeigen, welches Schaf bereit ist? Ein anderer Sinn fällt mir nicht ein.
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Henry
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » Do 9. Mai 2019, 05:34

Brunstsycronisation mit Progrsteron und PMSG halten den Zyklus der Schafe bis zur Besamung an. Starten können sie ihn nicht. Das macht derTeaser. Der rennt durch die Herde und macht die Mädels an, damit die in Stimmung kommen. Diese Stimmung wird dann mit den Schwämmchen angehalten. Weeden die gezogen und fällt der Hormonspiegel ab, erfolgt die Besamung oder der Bockeinsatz. (Mit der Folge, daß 150 Tage später eine sehr kurze Lammzeit statt findet)

Der Trease sucht also nicht nach Brünstigen, sondern er macht sie brünstig. Deshalb heißt der auch nicht „Suchbock“.
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon LuckyLucy » Do 9. Mai 2019, 05:46

Man kann einfache Dinge aber auch kompliziert machen. :)

Danke für die Erklärung, Henry, und einen schönen Tag.

Ich darf heut auch mal wieder Schafe schubsen. :huepf:
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Insane » Do 9. Mai 2019, 06:08

Henry hat geschrieben:

Manchmal frage ich mich, was Dich glücklich daran macht, mir und den anderen hier andauernd zu zeigen, daß ich wohl ein ahnungsloser Späteinsteiger bin. :gruebel: Kurze Zeit später isses mir dann aber wieder egal. :nick:


Das ist wie bei den alten Leuten, die nix mehr schaffen als mit Kissen am Fenster zu hängen und zu tettern. Wenn man halt nix Anderes hat... :gruebel:
Das ist kein Heu in meinen Haaren - das ist Schäferglitzer :?:

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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » So 12. Mai 2019, 19:50

LuckyLucy hat geschrieben:Man kann einfache Dinge aber auch kompliziert machen. :)
Wir gleiten zwar vom Thema ab, aber wie syncronisierst Du „einfach“ Schafe? Wenn am Besamungstag (oder Handsprungtag) 30 Auen gedeckt werden sollen, Du aber nur diesen einen Tag hast, wie machst Du das dann „einfach“?

Ich kann nur kompliziert.
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon smallfarmer » So 12. Mai 2019, 20:51

Henry, ich empfehle dir das Lehrbuch für die berufliche Spezialisierung Schafproduktion VEB
Findest du bestimmt bei booklooker , oder so.
Da gibt es auf vielen Seiten Info über einfache KB bei Schafen
Sogar Bilder von Reihenbesamungsständen oder Karusellbesamungsständen

PS. nach meinem Wissen ist ein Syncronisierung mittels Schwämmchen in Deutschland verboten

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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon schafbauer » So 12. Mai 2019, 21:11

Und warum ist genau ein solches Schaf ein guter Heissmacher und nicht andere ?
"Nur was man gerne macht, macht man auch gut." :schaf2:

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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » So 12. Mai 2019, 22:55

smallfarmer hat geschrieben:Henry, ich empfehle dir das Lehrbuch für die berufliche Spezialisierung Schafproduktion VEB
Ich habe das Buch schon länger und tatsächlich gelesen. Danke trotzdem für den Tipp. Das Buch ist leider nicht mehr sehr aktuell und kann keine Aussagen über EU-Zulassungen und Aktuelle Methoden der Verdünnung von Frischsperma machen. Es wäre im Wesentlichen ein Fehlkauf, wenns kein Geschenk der AGTK Leipzig gewesen wäre.

Hormonelle Syncronisation ist nicht verboten, es gibt nur keine in Deutschland zugelassenen Schwämme oder CIDRs. Die EU-Zulassung aus Frankreich ist jedoch in Deutschland gültig. Man muß nur den Importaufwand tragen und einen TA haben, der den Weg auch mitgeht.

Vielleicht willst Du aber beantworten, wie man Schafe in zur Besamung oder dem Sprung aus der Hand vorgesehenen Gruppen „einfach“ auf den Besamungstermin syncronisiert, wenn das Regime mit Progesteron und Teasern zu „kompliziert“ ist.
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » So 12. Mai 2019, 23:05

schafbauer hat geschrieben:Und warum ist genau ein solches Schaf ein guter Heissmacher und nicht andere ?
Es mag mir verborgene Gründe geben, aber ich sah‘ in UK, wie die Teaser jedes weibliche Schaf anmachten, egal welche Rasse, und sich wenig für deren Brunftzeichen interessierten. Sie haben zudem keine Hörner und sind eher atlethisch als schwer. Ich fand sie sehr ausdauernd und wenig kampfbereit gegen Bocklämmer oder andere Böcke. Während z.B. Bluefaced Leicester vor September nur wenig Interesse an Weibern zeigten und die erfahrenen sowieso nur aufspringen, wenn sichs lohnt, machten die Zwartbless immer Betrieb. Ich denke, due riechen auch anders.
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