sind Zwartbless wirtschaftlich?

Rödertaler
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sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Rödertaler » Mo 17. Sep 2018, 14:19

Gefallen tun die mir schon länger. In der Farbe versuche ich ja meine Ostfriesen zu züchten. Heute hatte ich ein Gespräch mit einer Züchterin, die war des Lobes voll: gute Milchleistung und Lämmerwachstum auch bei den diesjährigen eiweißarmen Futterverhältnissen , dazu zahm im Wesen. Was sagen die Wirtschaftsweisen dazu?

Romanov II
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Romanov II » Di 18. Sep 2018, 06:03

Moin Rödertaler,
ich bin keine Wirtschaftsweise, aber Bekannte von mir haben mit Zwartbless wieder aufgehört, weil sie zuviele Probleme mit Klauen und bei den Geburten hatten. Milchleistung und Lämmer waren gut. Betrieb ist in Schwansen, also keine üppigen Weiden wie bei mir, sondern "normaler" Boden.
Grüße von Anne

Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es auch, wenn es Spaß macht.

Cherubina
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Cherubina » Do 25. Apr 2019, 22:00

Zwartbless sind wahrlich keine Selbstläufer. Die hohe Mehrlingshäufigkeit (Drillinge und Vierlinge sind alles andere als selten) macht es schon nötig genau drauf zu schauen, intensiv zu füttern und immer wieder auch mit der Flasche in den Stall zur rennen.
Ich habe meine zwei Zwartbless nur 3 Jahre gehabt. Die eine hatte ne abszedierende Euterentzündung und wurde zu Wurst. Die zweite hatte einmal Zwillinge und einmal Drillinge bei mir, bevor ich sie Verkauft habe.

Ich habs gern robust und extensiv.

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Henry
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » Mi 8. Mai 2019, 07:35

Die Böcke sind ideale Teaser.
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frauke
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon frauke » Mi 8. Mai 2019, 11:45

Henry protzt mit seinen Sprachkenntnissen.

erkläre mir mal bitte das Wort Teaser in Verbindung mit einem Schafbock.

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Babs
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Babs » Mi 8. Mai 2019, 12:31

Man kann auch einfach das deutsche Wort “Suchbock“ verwenden. :roll:
"Wo das Glück einmal einkehrt, da greift es leicht um sich." Gottfried Keller

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Henry
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » Mi 8. Mai 2019, 12:47

Babs hat geschrieben:Man kann auch einfach das deutsche Wort “Suchbock“ verwenden. :roll:
... und das kennt man dann? :gruebel:

Zudem ist die OP zum Suchbock durchaus eine andere als eine Vasectomie. Beim Suchbock wird tatsächlich der Penis nebst seinen Strukturen verlagert. Der Bock pißt und spritzt dann zur Seite und zündet somit nicht mehr (könnte aber noch - und auch noch abgesamt werden). Bei der Vasectomie wird der Samenleiter im Bereich des Hodenhalses durchtrennt. (genauer, es wird ein Stück entfernt und die Enden werden umgefaltet und ligiert oder verklebt oder verödet). Der so entstandene Bock heißt in Ländern ohne Schäferweste: "Teaser", weil er sich wie ein Bock verhält und auch schießt und auch an die richtige Stelle, nur schwimmt halt nix im Ejakulat. Die Methode ist schneller und vor allem sicher und sie ist ein weniger schwerer Eingriff.
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon smallfarmer » Mi 8. Mai 2019, 15:38

Moin Henry
Kannst du uns mal bitte erklären warum Zwartbless ideale Suchböcke sind?
Ich finde Romanov Böcke wesentlich sexuell aktiver als obige. Ich hab beide Rassen gehalten
Oder wolltest du tatsächlich nur mit deinem erweiterten englischen Schafwortschatz punkten?

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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon Henry » Mi 8. Mai 2019, 17:33

Ich weiß nicht, was ich nun wieder falsch gemacht habe, einen Teaser, „Teaser“ zu nennen. Aber seis drum.

Zwartbless ist die Rasse, die in UK am Meisten als Teaser gehalten und gehandelt wird. Ob es Vergleiche zu Romanow gibt, weiß ich nicht. Es hat sich schlicht bewährt in einem Schafland - also kein Grund es nicht in Deutschland zu hinterfragen.

Wieviele der Teilnehmer hier setzen Zwartbless oder Romanow als Teaser in ihren Herden ein?
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Re: sind Zwartbless wirtschaftlich?

Beitragvon smallfarmer » Mi 8. Mai 2019, 19:14

Hm... Suchböcke gabs ja vor dem Niedergang der DDR zu genüge. Für den Sprung aus der Hand oder KB. Aber das ist ja vor deiner aktiven Schafzeit.
Das haben damals oft herdeneigene vasektomierte Merinoböcke oder gar Ziegenböcke geschafft.
Mit der Meinung, das das was sich in einem Schafland bewährt hat, auch bei uns gilt. Damit bist du schlichtweg auf dem Holzweg. Aber das lernst du auch noch. Dafür sind die Strukturen einfach zu verschieden.
Britische Fachleute sagen das Rassen mit einer langen assaisonalen Brunft ( Dorset) und möglichst farbiger Wolle (um Durcheinander zu vermeiden)
die besten Suchböcke wären. Deshalb vl deine Info über Zwartbless .
Herdenschäfer mit Suchböcken kenn ich nur einen, der damit die Ablammzeit deutlich verkürzt. Aber der benutzt auch eigene Bocklämmer und vermeidet
unnötigen Zukauf.


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