Waldschafe

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Waldschaf
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Re: Waldschafe

Beitragvon Waldschaf » Mo 14. Mai 2018, 13:47

Das Waldschaf geht auf des mittelalterliche Zaupelschaf zurück. Ich nehme an, dass es sich mit den ganz ähnlichen Rassen in Ost- u. Südosteuropa ähnlich verhält.

Robert.

Emma
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Re: Waldschafe

Beitragvon Emma » Mo 14. Mai 2018, 21:53

Der Cikta geht auch auf den Zaupelschaf zurück und sieht aus wie ein Waldschaf.
Aus irgendeinem Grund hält man sie für verschiedene Rassen. Ich glaube das sind lediglich einige molekulargenetische Unterschiede, plus die Ungarn züchten mit weißen Tieren. Phänotypisch gibt es wohl keinen nennenswerten Unterschied.
(Laut meiner Internetrecherche)
Die Cikta ist eine absolute Rarität in Ungarn - genauso wie der Waldschaf in Deutschland bzw. Österreich.

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Zaupel
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Re: Waldschafe

Beitragvon Zaupel » Mi 16. Mai 2018, 16:29

ich kenne einen Herdbuch-Waldschafzüchter, der sich Citkaböcke als Waldschafbock hat kören lassen. fragt mich nicht, wie das ging, aber es ging. Ich hab einen Bock gesehen, der auf auf einen dieser Böcke zurückging (Vater oder Großvater) - sehr schönes Tier, und von einem Waldschaf nicht zu unterscheiden - besonders war an ihm seine sehr ausgeprägte Halsmähne und dass er ziemlich "böse" war.
Die Citka-Schafe sind mit den "Donauschwaben" nach Ungarn ausgewandert, die sie (nur) wegen der gut spinnbaren Wolle hielten, und - so habe ich das gehört - wenn es zum Schlachten ging, sie den Ungarn zum Essen überlassen haben.
Ich bin an meiner Meinung nicht besonders interessiert. (L. Cohen)

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Re: Waldschafe

Beitragvon Schafhüterin » Fr 18. Mai 2018, 04:59

Schafhüterin hat geschrieben:daneben habe ich noch meine Senioren: zwei Muttern mit 16, eine mit 21 Jahren, einen Waldschafbock mit 21 Jahren und zwei kastrierte mit 12 Jahren (siehe Profilbild).


Im übrigen, meine Alten leben immer noch. Der Kastrierte hatte Probleme mit dem linken Vorderbein (muskuläre Dysbalancen), seit dem Austrieb trottelt er der Herde nach, kommt einer Krankengymnastik gleich. Er läuft von Tag zu Tag besser.

Die Alten habe ich nicht mehr belegen lassen.
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Re: Waldschafe mit "Glöckchen" (Bommel am Hals)??

Beitragvon kauboi0 » Do 13. Sep 2018, 11:02

Hallo Freunde!
Ich hab wieder mal eine Frage an die erfahrenen Waldschaf-Halter unter euch: Vor kurzem habe ich meine Herde um einige Auen aufgestockt, die ich von einem bekannten Züchter bekommen habe. Soeben habe ich beim scheren entdeckt, dass eine davon (garantiert reinrassig, mit Papieren und Stammbaum) am Hals zwei "Bommel" (Glöckchen, Berlocken, oder wie man die nennt) besitzt. Die kannte ich bisher nur bei Ziegen. Dass auch Schafe solche Glöckchen haben können wusste ich nicht-geschweige denn Waldschafe :?: :freu:

Habt ihr das schonmal gesehen? Ist das eine einmalige Mutation oder vererbt sich das...?

Vielen Dank für Eure Infs! :)

LG
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Re: Waldschafe

Beitragvon Waldschaf » Fr 14. Sep 2018, 10:40

Ja, das gibt es bei Waldschafen.
Ich glaube, die Mutter meines ersten Zuchtbocks hat welche gehabt, bei meinen Schafen sind aber in den 13 Jahren nie welche aufgetreten. Genaueres zur Vererbung kann ich aber nicht beitragen.
Nach diversen Aussagen sind die nach dem Scheren manchmal auch rasch wieder weg ........... :lachma: soll aber höllisch bluten :schreck:

Robert.

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Re: Waldschafe

Beitragvon Henry » Fr 14. Sep 2018, 16:52

... deshalb würde ich die entfernen, wenns not tut und vollständig ignorieren. Bislang kann keiner sagen, wofür die gut sind. Wogegen auch nicht.

Was sagen denn die Ziegenhalter dazu?
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Re: Waldschafe

Beitragvon dicke wolke » Fr 14. Sep 2018, 20:53

Bei Ziegen fand ich die Glöckchen optisch immer ganz nett, ich glaube sie haben keinen Nutzen. Bei Schafen sind sie
wohl eher ein Problem beim Scheren und optisch sind sie unter der Wolle ja wohl auch kein Hingucker, da wäre Entfernen vielleicht die bessere Lösung. Tierarzt oder vielleicht ginge es auch mit dem bewährten Gummiring für Schwänze ect., aber das könnte auch verboten sein, zum kastrieren darf man die Gummis ja auch nicht nehmen.

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Re: Waldschafe

Beitragvon Henry » Fr 14. Sep 2018, 22:30

Die Verbote sind explizit, d.h. was da mit den Gummiringen verboten ist, steht im Gesetz. Alles Andere ist nicht verboten. In diesem Fall ist das aber wohl egal, da Glöckchen nicht extra erwähnt sind und als Körperteil oder Gewebe gelten und vor allem, da die Gummiringe dafür ungeeignet sind.
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Re: Waldschafe

Beitragvon kauboi0 » Sa 15. Sep 2018, 05:24

Warum muss man denn immer alles gleich abschneiden, nur weil es -vielleicht- keinen Nutzen hat (Schwänze, Hörner, Glöckchen...)???
Nur weil man bis jetzt nicht herausgefunden hat wozu die Glöckchen dienen heißt das ja nicht dass es nicht vielleicht trotzdem eine Funktion gibt...

Bei mir wird definitiv nichts abgeschnitten-außer Wolle und Klauen ;)


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