Waldschafe

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Waldschaf
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Re: Waldschafe

Beitragvon Waldschaf » Fr 3. Nov 2017, 15:45

Chrigula hat geschrieben:Wie meinst du das genau mit "das Waldschaft ist / war keine Rasse im eigentlichen Sinn"?


Das Aussterben der "Waldschafe" hat schon begonnen, bevor es das Denkkonstrukt "Rasse" gegeben hat. Zucht bestand bestenfalls in der Selektion, meist aber eher alleine in natürlicher Selektion, so dass es zu einer optimalen Anpassung an die Gegebenheiten und Haltungsbedingungen gekommen ist (Futtergenügsamkeit, Muttereigenschaften u.ä.). Kriterien wie Größe, Farbe, Reinrassigkeit etc. haben da keine Rolle gespielt, es hat ja in der Neuzeit nicht einmal einen Namen für diesen Schaftyp gegeben. Eine Rasse mit allen Nachteilen wird erst heute daraus gemacht.

Robert.

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Waldi
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Re: Waldschafe

Beitragvon Waldi » Fr 3. Nov 2017, 20:41

Oh... noch eine Waldschaf-Infizierte... ;-) Sehr hübsche Lämmer hast du da!

Das ist auch meine Rasse, ich hatte zwar auch schon andere Böcke und Mixe daraus behalten, aber das sehr freundliche Wesen, die tollen Muttereigenschaften und die guten Klauen vererben sich sehr gut, ich liebe meine Mädels :-)

Ein Teil der diesjährigen Lämmer...
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Und der dazugehörige dunkle Bock, der dieses Jahr nochmal gedeckt hat...
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Viele Grüsse aus dem Schwarzwald
Marina

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Re: Waldschafe

Beitragvon grauwoller » Sa 4. Nov 2017, 22:23

Robert hat da schon recht,dass der Ausgangspunkt für das Entstehen einer standortangepassten Schafpopulation,welcher man dann später eine Rassebezeichnung zugedacht hat, an Bedeutung verloren hat, das ist bei meinen Pommern nicht anders.
Ich glaube aber, dass vor allem gut bebilderte Publikationen mit gut recherchierten Rasseportraits (wie z.B. Sambraus) dazu beigetragen haben,dass so manche Rasse gerettet wurde. Wichtig ist halt nur, dass die "Retter" einer Rasse sich die Ausgangslage und die Standortbedingungen der ihnen anvertrauten Genetik bewusst machen. Es ist auf jeden Fall eine hohe Verantwortung, aber das trifft auf die Züchter, die im Ursprungsgebiet der jeweiligen Rasse leben, genauso zu.
Bei unseren Pommern gibt es gelegentlich auch Bemerkungen von den Rüganer Züchtern, aus denen man eine gewisse Arroganz heraushören könnte, dass man nur auf Rügen das "wahre" Pommernschaf finden könne. Dabei gibt es auch auf Rügen Raiffeisenmärkte ,in denen Pommernzüchter einkaufen, und es gibt Standorte mit üppigem eiweissreichem Bewuchs.
Gäbe es das Waldschaf noch,wenn nicht ausserhalb des "Originalstandortes" mit dieser Rasse gezüchtet worden wäre? Diese Frage kann ich nicht beantworten. Bei den Pommernschafen meine ich, sie beantworten zu können: Es sähe finster aus!

Ach ja, eure Schafe gefallen mir auf den ersten Blick sehr, ob sie rassetypisch sind,kann ich nicht beurteilen, sie machen jedenfalls einen vitalen Eindruck

Christoph

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Re: Waldschafe

Beitragvon Chrigula » Mo 6. Nov 2017, 06:56

Danke für eure Beiträge!
@Waldi: Wow, tolle Fotos und sehr schöne Schafe! :love: Du wohnst gar nicht so weit von der Schweizer Grenze entfernt; vielleicht darf ich ja dich und deine Waldschafherde irgendwann einmal besuchen ;)

Ich habe mich für die Waldschafe entschieden weil sie vom Rassebeschrieb her sehr gut zu unserer Haltungsform passen. Für uns wichtige Kriterien sind die relativ hohe Anspruchslosigkeit im Bezug auf das Futter, die unempfindlichen Klauen und natürlich die guten Muttereigenschaften. Noch kann ich ja nicht wirklich mitreden, ob das auf unsere Waldschafe wirklich zutrifft aber bis ca. in einem Jahr wissen wir dann hoffentlich mehr.
Nun habe ich erst mal genügend Zeit, mich in der Schweiz nach einem hübschen Waldschafbock umzuschauen :) (sofern es denn in der Schweiz überhaupt einen passenden Bock gibt...)
Über den Hund rede nicht mit anderen Hirten. Die sehen das nicht
objektiv; jeder denkt, sein eigener Hund sei der beste. Lass sie denken.
Der beste Hund ist dein Hund. Das wisst ihr beide, dein Hund und du.


(L. Tuor - Neues Handbuch Alp)

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Re: Waldschafe

Beitragvon kauboi0 » Mi 15. Nov 2017, 14:07

Hallo Zusammen!
Eine sehr interessante Homepage: http://www.waldschaf.net/web/alpung
Der Verein beschäftigt sich mit der Etablierung des Waldschafes besonders im (hoch)alpinen Raum (Tirol, Salzburg), wo es ja traditionell nicht unbedingt beheimatet ist. Bemerkenswert dabei ist dass nach ersten Erfahrungen (Alpsaisonen) die Waldschafe den einheimischen "Berg"´schafrassen in puncto Robustheit, Witterungsbeständigkeit, Lämmerverluste,... sogar überlegen zu sein scheinen!
Tolle Sache :)

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Re: Waldschafe

Beitragvon shorty » Mi 15. Nov 2017, 18:15

Tolle Bilder sind das !!!!!

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Re: Waldschafe

Beitragvon Kathannes » Do 30. Nov 2017, 20:21

grauwoller hat geschrieben:Wichtig ist halt nur, dass die "Retter" einer Rasse sich die Ausgangslage und die Standortbedingungen der ihnen anvertrauten Genetik bewusst machen.


Was mich da bei den Waldschafen immer wieder auf's neue wundert (und drum betreib ich auch keine Herdbuchzucht) ist, dass in deutschland nur schwarze oder weiße, nicht aber bunte Waldschafe zulässig sind. So ein Schmarrn, meiner Meinung nach! Ich empfinde das als recht künstliche Regel, die vielleicht mal wegen Farbreinheit der Schurwolle oder was auch immer eine Rolle gespielt hat. Aber das spielt denk ich heute in der Waldschafzucht eher eine untergeordnete Rolle, oder sehr ihr das anders?

Bin jetzt auch mal dazu gekommen aktuelle Fotos zu machen. An die von Waldi kann ich nicht hinschmecken, aber nette Schafe sind auf meinen auch drauf :)

Hinten links ist freilich kein Waldschaf, sondern Kriemhild, ein Coburger Fuchs x Kamerunschaf
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Gitti
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Bebi
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Re: Waldschafe

Beitragvon kauboi0 » Mo 4. Dez 2017, 10:34

Sehr schön sind sie, deine Schafis! :)
Also in Österreich ist das nicht so. Ich bin auch Herdbuchzüchter...und da spielt die Farbe keine Rolle. Im Gegenteit-der Erhalt der genetischen Vieflalt (Farbe, gRöße; Behornung,..) ist ausdrücklich erwünscht. War mir nicht bewusst dass es da länderspezifisch unterschiedliche Anforderungen gibt...
Ich persönlich versuche meine Herde möglichst vielfältig zu halten... da ist alles Dabei: Von weiß bis schwarz, braun, grau gescheckt, gefleckt, gepunktet... :)

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Re: Waldschafe

Beitragvon Kathannes » Mo 22. Jan 2018, 10:27

Servus Waldschaferer,
mal zwei Fragen in die Runde:

1.: Wann fangen denn eure Böcke an zu decken? Ich meine nicht bespringen, das tun sie ja schon mit 2-3 Wochen wenn's ist, aber so richtig mit Nachwuchsproduktion? Andersrum gefragt: Wann trennt ihr junge Böcke von den Muttern, wenn ihr sicher gehen wollt? Hab den Eindruck dass das bei Waldschafen früher ist als bei so mancher Rasse...

2.: Weiß jemand zufällig einen Waldschafhalter in der Nähe von Mühldorf am Inn / Neumarkt St. Veit ausleiht? Von Zaupel hatte ich schon mal einen Bock, mit seinen Schafen sind meine also schon verwandt.

Liebe Grüße Kathi
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Re: Waldschafe

Beitragvon Zaupel » Di 23. Jan 2018, 10:45

mit drei Monaten sind sie aktiv, da saufen sie noch bei der Mutter, und erfolgreich aktiv, so schnei koost gar ned schaugn...
und fragen würd ich beim Bauernhofmuseum in Massing nach einem Bocklamm von diesem Jahrgang, das kannst du nachher aufessen, wenn du ihn nicht behalten magst.
Oder wenn du noch ein bißchen Geduld hat: ich such auch gerade einen blutsfremden Bock, und dir würd ich ihn leihen.
Ich bin an meiner Meinung nicht besonders interessiert. (L. Cohen)


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