Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

mara
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Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon mara » Fr 9. Mär 2018, 14:02

Hallo zusammen

Ich halte ja einen Minibestand an Kamerun/Ouessantschafen und hatte vor, ganz auf Kamerun umzusteigen, damit das Scheren wegfällt.
Nun war es diesen Winter bei uns bis auf die letzten Wochen kaum je gefroren und die Schafe standen demzufolge nun lange im Matsch (sie leben in ganzjähriger Aussenhaltung mit gedecktem Unterstand).
Die Kameruner hatten immer schon die schlechteren Klauen als die Ouessants aber dieses Jahr sehen sie nun wirklich mies aus, hätte wohl zwischen Herbst und jetzt nochmals schneiden sollen.
Jede Aue hat 3 gute Füsse und eines mit einer hässlichen losen Klauenwand :neutral:

Irgendwie ist es ja auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, aus welchen klimatischen Bedingungen die Rasse kommt....

Was würdet Ihr mir raten?
Sind Kameruner für ganzjährige Weidehaltung nicht geeignet?
Besser wieder auf Ouessant umsteigen oder die aktuellen Lämmer (Kamerun/Ouessant Mix) behalten?
Wie Ihr Euch denken könnt, sind es reineHobbytiere.
Das Ziel wäre ein kleines (da wenig Fläche), robustes Schaf mit wiederstandsfähigen Klauen und lieber ohne Wolle.
Hatte auch schon an Soay gedacht aber die sind ja so scheu...meine Kameruner sind handzahm, was halt schon viel einfacher im Umgang ist.

Danke fürs Lesen.

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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon Steffi » Fr 9. Mär 2018, 14:27

Zu Deinen Rassen kann ich nichts sagen, weil ich damit keine Erfahrungen habe. Bei meinen Schwarznasen sieht es aber genauso aus, 3 gute Füße, 1 mit loser Wand oder Geschwür (meist vorn)... momentan stehen sie im Stall und haben tagsüber Auslauf auf dem gepflasterten Hof. Nachgeschaut und ggf. -geschnitten wird alle 2 Wochen. Es wird besser, dauert aber, bis alles wieder glatt nachgewachsen ist.

LG,
Steffi
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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon wollwiese » Fr 9. Mär 2018, 20:00

Ich habe ähnliche Probleme und sehe die Lösung darin, das Zuchtziel harte robuste Klauen besonders gründlich zu verfolgen. Meine letzten 2 Böcke habe ich gezielt danach ausgewählt und sehe schon die ersten Erfolge. Alle Auen aus meiner Nachzucht haben deutlich bessere bzw widerstandsfähigere Klauen als die Tiere, die ich ganz zu Anfang gekauft habe.
:schaf2: loot de schoop man schietn, wull woos liekers. :schaf3:

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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon alpenblümchen » Fr 9. Mär 2018, 22:28

untersucht mal ob es moderhinke ist. bei schafen die gegen moderhinke eine gewisse resistenz haben, wird moderhinke nicht immer gleich erkannt. verallgemeinerungen sind schwierig. aber im grossen und ganzen ertragen schafe ohne moderhinke nasse böden recht gut. auch starkes klauenwachstum kann ein hinweis auf moderhinke sein.

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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon Fröschchen » Fr 9. Mär 2018, 23:44

Steffi hat geschrieben: ...Nachgeschaut und ggf. -geschnitten wird alle 2 Wochen.... LG, Steffi


Echt jedes Einzeltier?! Dann doch aber nur noch raspeln, oder gibt es wirklich nachgewachsenes Schnittmaterial?

LG
Fröhlich gequakter Gruß :flag: und weggehüpft!!! :duck:

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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon Steffi » Sa 10. Mär 2018, 09:41

Na, so viele sind das nicht mehr, die noch so engmaschig kontrolliert werden, nur 4. 4 Klauen = 1 Komplettschaf. Allerdings muß ich für die 4 Klauen 4 Schafe bearbeiten :mauer: :lol:

Ich glaube nicht, daß es Moderhinke ist, weil immer nur 1 Fuß betroffen ist, der Zwischenklauenspalt unauffällig und nicht entzündet ist und sich andere Tiere auch nicht anstecken. Ich denke eher, das kommt vom Laufen über den doofen Schotterweg mit vom Dauerregen durchweichten Füßen. Da hab ich echt nicht nachgedacht. Und es dauert halt, bis so ein oben durchgebrochener Abzess unten rausgewachsen ist. Trotzdem behandle ich wie bei Moderhinke: alles Scheppse wegschneiden, Tetracycline-Spray, Ausschneiden auf Betonboden, Schere und Messer nach jeder Klaue desinfizieren und alle Abfälle entsorgen. Kann ja nicht schaden.

LG,
Steffi
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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon David » Do 12. Jul 2018, 07:25

Kameruner sind halbjahres schaf die man schlachtet. Zudem jedes jahr russisch roulette welche seuche man such einschleppt.

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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon Insane » Do 12. Jul 2018, 07:30

David hat geschrieben:Kameruner sind halbjahres schaf die man schlachtet. Zudem jedes jahr russisch roulette welche seuche man such einschleppt.


Das ist Unfug. Einschleppen kann man sich bei ungetesteten Zukäufen in jede Herde so ziemlich alles!
Krankheiten in den Bestand zu schleppen ist IMMER ein Management-Problem!
Kameruner haben (wie andere Rassen übrigens auch) eine gewisse Prädisposition für 1-2 Erkrankungen, dafür sind die ansonsten echt "harte Hunde"!
Das ist kein Heu in meinen Haaren - das ist Schäferglitzer :?:

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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon smallfarmer » Do 12. Jul 2018, 18:55

Moderhinke war am Dag des Schafes in Holland auch Thema des Schafgesundheitsdienstes.
Einfach mal im Netz nach Rotkreupel.nl suchen. Gibt auch ne Übersetzung der Broschüre.

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Re: Klauenprobleme Kamerun bei ganzjähriger Weidehaltung

Beitragvon smallfarmer » Do 12. Jul 2018, 19:05

Insane schreibt...........
Krankheiten in den Bestand zu schleppen ist IMMER ein Managment-Problem.
Das schreibt die Richtige. :rofl: Deshalb gibt es in Deutschland auch keine Drei-Rassen Stratifikation wie in Groß Britanien. Weil viele Angst haben, sich mit den Kreuzungs-Zutretern was einzuschleppen.


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