Weidehütte begrünen

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Henry
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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Henry » Mi 16. Mai 2018, 15:34

Manfred hat geschrieben:Dann hat da vermutlich mal wieder eine Behörde im vorauseilenden Gehorsam ohne Kenntnis der Rechtslage agiert, oder die sächsische Weinverordnung sieht Regelungen vor, die über die im EU- und Bundesrecht hinausgehen. Oder es handelte sich um einen Erzeuger, der neben Hauswein auch zwecks Inverkehrbringung erzeugt hat. ...
... oder einen Heimatverein der im und um den Schloßgarten und der Mauerterrasse in Trebsen wieder Weinstöcke pflanzen wollte.

Besser dokumentiert bei einem anderen Weinberg (bzw. vielen kleinen) am Störmthaler See: http://www.fuesser.de/service/aktuelles/streit-ueber-weinanbau-in-grosspoesna.html einem Tagebaurestloch zu sehen hier: https://www.google.de/maps/place/St%C3%B6rmthaler+See/@51.2457261,12.4630681,683m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47a6fc6285d50cfd:0xd75a5fa32ea8090a!8m2!3d51.233509!4d12.4482219

Ich wollte keine Diskussion um die Rechte Wein anbauen zu dürfen, lostreten, aber darauf verweisen, daß unsereiner schon garnicht mehr weiß, was die EU zu seinem Wohle alles und mit festen Sanktionssätzen regelt. Vielleicht ist auch das Pflanzen von Mirabellen in einer "Mirabellen-Verordnung" geregelt, die es nur nach Prüfung, ob nicht auch Pflaumen standortgerecht anzubauen wären erlaubt. Womöglich sind Heckenanlagen generell meldepflichtig oder es gibt eine "Pflanzempfehlung" für Neuanlagen von Begleitgrün im öffentlichen Raum, die zwingend greift, wenn die Hecke zumindest teilweise an öffentlichen oder öffentlich gewidmeten oder öffentlich genutzen oder auch an nichtöffentlichen Wegen für die die öffentliche Nutzung für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann ... greift. :wackel:

Juhu - EU! :huepf:
Henry
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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Steffi » Mi 16. Mai 2018, 17:11

Die spinnen, die Röm.... äh... EUler :vogel:
Ich hab's noch nicht gelesen und auch schon keine Lust mehr. Ich pflanze eine Reihe Wein vor meinen Schafwagen und um die Hütten Gehölze. Das alles auf Ackerland, das jetzt DGL wird. Allein dafür erklären die mich für plemmplemm :oberlehrer: Mir doch egal

LG,
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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon DINO » Mi 16. Mai 2018, 17:18

Von Reben und Mirabellen mal abgesehen........................
Wie wäre es mit Weide/Kopfweide ?
Wächst schnell , macht viel Schatten , wird Teilweise in der Pflege bezuschusst , schmeckt soweit ich weiß allen Schafen ,ist gesund , kostet nichts ,
viele verschiedene Sorten , einfach zu pflanzen ..........und und und !
Alle paar Jahre mit der Kettensäge etwas Formschnitt ( bei Kopfweiden )und du hast noch etwas minderwertiges Kamienholz :huepf:
Alle sagten es geht nicht , da kam einer der das nicht wusste und tat es . :klug:

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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Edwin » Mi 16. Mai 2018, 17:59

Naja, also wenn Du den Bienen :biene: wirklich was gutes tun willst, dann pflanzt Du etwas Spätblühendes, zeitige Blütenbäume und Sträucher gibt es ja Einheimische genug.
Als Empfehlung wäre da die Stinkesche, soll so duften, dass es schon stinkt :lol: ,, die gibt es bei uns in 2 Sorten die Lateinischen kann ich gerne raussuchen. Kleinere Bäume, aber Achtung, die muss etwas geschützt vor strengen Frost stehen, ggf. etwas den Stamm einpacken.
Absolut Frosthart und ein Blütenbaum ist die Japanische Bienenweide oder Japanischer Schnurbaum (Sophora japonica).
Und als spätblühender Bienenstrauch ist Heptacodium miconioides zu empfehlen, zu Deutsch: 7 x Henry-Strauch :rofl: , nee aber so heißt der wirklich: Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch :klug: . Na, das hört sich doch vielversprechend an, oder?

Grüße

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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Steffi » Mi 16. Mai 2018, 18:45

Weide hatte ich ja schon auf dem Plan. Ich hab auf nem feuchten Brachstück vor ein paar Jahren mal einige Korbweiden gesteckt. Bin irgendwie nie dazu gekommen, daraus Kopfweiden zu ziehen. Ich glaube, da schneid ich mir ein paar Äste. Ab und zu träume ich mal von einem lebenden Weidenflechtzaun, fürchte aber, der wird mir alptraummäßig über den Kopf wachsen :drama2:

Ist doch immer gut, wenn man fragt. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass Frühblühendes für Bienen besser ist. Hört man zumindest immer so. Nach den Dingern muss ich jetzt erstmal googeln. Ich weiß aber nicht, wie das ist mit dem Anpflanzen von Exoten im Außenbereich ist, wenn schon guter deutscher Wein so ein Akt ist? :o:

LG,
Steffi

PS: Gerade nach dem Schnurbaum geguckt und bei Wiki Folgendes gefunden:
"Alle Pflanzenteile werden als stark giftig bezeichnet; es werden Rinde und Samen, besonders aber die Fruchtschale erwähnt.[7][4]
Hauptwirkstoffe sind in den Früchten 0,08 % Sophorabiosid, Rutin u. a., in unreifen Früchten 2 % Sophoricosid, in den Samen Cytisin, Toxalbumine und Sophoramin.[7]
Vergiftungserscheinungen: Die Fruchtschale soll stark giftig sein. Eine subkutane Injektion des Extraktes wirkt tödlich auf Frosch, Eidechse und weiße Maus. Die Injektion ruft am Warmblütler eine kurzdauernde Blutzuckererhöhung und Glucosurie hervor, gefolgt von Dyspnoe und Verminderung der roten Blutkörperchen. Das Samenmehl soll, regelmäßig genossen, Gesichts-Ödeme und selbst den Tod verursachen.[7]"
Quelle: Wikipedia
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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Steffi » Mi 16. Mai 2018, 18:58

Der "Henry"-Strauch ist wohl eher was für den Garten. Frostschutz in der Jugend notwendig, nur knapp 3m hoch, 20cm Jahreszuwachs, Solitärpflanze. Ob giftig, hab ich jetzt nicht herausfinden können.. eher nichts für eine Schattenhecke auf der Weide :gruebel:

LG,
Steffi
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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Edwin » Do 17. Mai 2018, 05:15

Steffi hat geschrieben:"Alle Pflanzenteile werden als stark giftig bezeichnet...


Oh, vielen Dank, auf Giftigkeit habe ich jetzt gar nicht geachtet.

Das Bienenvolk will ja auch bis zum Herbst etwas zu tun haben, da ist die Heide sonst der einzige Massenblüher, wenn überhaupt vorhanden.
Nehmen wir das dann als Inspiration für Diejenigen, die sonst noch einen Standort abseits der Koppel drüber haben und den Bienen lange Flugstrecken ersparen wollen...

Grüße

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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Steffi » Do 17. Mai 2018, 09:07

Heide gibt es hier keine, deshalb vielen Dank für den Hinweis, dass man Bienen mit Spätblühern etwas Gutes tut! Ich verbinde ja gern Angenehmes mit Nützlichem und schau mal gezielt nach etwas, das später im Jahr blüht. Vielleicht findet sich da ja noch was einheimisches ungiftiges.
Ansonsten habe ich jetzt Weide, Hasel, Felsenbirne, Kornelkirsche und versuchsweise Holunder für die Hüttenbegrünung, 2 Weinreben für den Schäferwagen und diverse Obstbäume für die Weide selbst auf dem Plan.
Kleinkram wie Altholzstapel, Ansitzstangen, Natursteinmäuerchen, Benjeshecke, etc. kommen dann auch noch nach und nach. Ich muss nur schauen, was überhaupt geht, ohne dass mir irgendein Amt aufs Dach steigt :grr:

LG,
Steffi
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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon Steffi » Do 17. Mai 2018, 11:54

Und da wir´s ja schon von EU-Vorschriften haben:
Wenn ich um die frischgepflanzte Hecke (L-Form, Schenkellänge 8-10m, ca. 1,50m breit) einen Verbißschutz aus 1m hohem Knotengeflecht baue, damit mir die Schafe die Jungpflanzen nicht gleich vernaschen, gilt das als (unzulässiger) Festzaun, den ich eigentlich bei der UNaB beantragen müßte? :gruebel:

LG,
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Re: Weidehütte begrünen

Beitragvon LuckyLucy » Do 17. Mai 2018, 12:22

Steffi hat geschrieben:Und da wir´s ja schon von EU-Vorschriften haben:
Wenn ich um die frischgepflanzte Hecke (L-Form, Schenkellänge 8-10m, ca. 1,50m breit) einen Verbißschutz aus 1m hohem Knotengeflecht baue, damit mir die Schafe die Jungpflanzen nicht gleich vernaschen, gilt das als (unzulässiger) Festzaun, den ich eigentlich bei der UNaB beantragen müßte? :gruebel:

LG,
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