Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

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LuckyLucy
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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon LuckyLucy » Mo 5. Mär 2018, 11:51

Mein Platz im Bus nach Berlin ist bestätigt. :nick:

Fährt noch wer aus dem Forum zur Demo?
LuckyLucy, schaffiebrig

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Henry
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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Henry » Mi 7. Mär 2018, 16:55

Mich würde das auch interessieren, falls mich meine Meinung ändert, oder so.
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Edwin
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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Edwin » Fr 9. Mär 2018, 19:11

Ach siehe, und schon steckt das Teil im Infoverteiler Wolf! Tja, die ich rief die Geister....:


"PRESSEMITTEILUNG - Brüssel, 8. März 2018



EU-Agrarhilfen:

Deutschland verweigert Wanderschäfern EU-Gelder

Im Gegensatz zu 22 anderen EU-Mitgliedsstaaten verweigert Deutschland den Wanderschäfern eine Weideprämie. Die aber ist nötig, um sich gegen Billigfleisch aus Neuseeland und anderen Importländern behaupten zu können, meint Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA im Europaparlament und Mitglied im EU-Umweltausschuss:

„Die Wanderschäferei leistet einen hohen Beitrag zu Artenvielfalt, Klimaschutz, Landschaftsbewahrung und Tierwohl, doch honoriert wird das kaum. Zumindest nicht in Deutschland. Obwohl die Wanderschäfer unter hohem ökonomischen Druck stehen, fallen sie hierzulande durch den Rost.

Zwar könnte Deutschland wie andere Länder auch, eine Weideprämie aus der ersten Säule der Agrarhilfen gewähren. Dies hat die EU den Mitgliedsstaaten mit der letzten Agrarreform 2013 ausdrücklich erlaubt. Danach darf ein Teil der Gelder aus den Direktzahlungen für bedrohte Bereiche der Landwirtschaft verwendet werden - und zwar ohne Kofinanzierung durch die Bundesländer. 22 Mitgliedsstaaten verfahren so und unterstützen die Wanderschäfer mit jährlich 500 Millionen Euro.

Natürlich würde der Gesamtkuchen der Direktzahlungen damit etwas kleiner werden, die Flächenprämie würde sinken. Doch der Rückgang wäre derart gering, wenn man beispielsweise 40 Euro je Mutterschaf an Weideprämie zahlen würden, dass dies in Kauf genommen werden kann. Der Effekt der Umverteilung dürfte den Nachteil deutlich übertreffen. Denn die Arbeit der Wanderschäfer, die häufig auf besonders artenreichem Terrain stattfindet, gehört ganz klar zu den gesellschaftlich gewünschten Leistungen, da sie zum Beispiel für den Erhalt der Biodiversität von unschätzbarem Wert ist.

Im Zuge der Verhandlungen für die kommende Reform der Agrarpolitik (GAP) sollte aus meiner Sicht deshalb die Unterstützung der Wanderschäferei einen eigenen Passus erhalten, damit sich Länder wie Deutschland, die ihre agroindustriellen Exportphantasien ausleben wollen, nicht aus der Förderung einer naturgemäßen Landwirtschaft verabschieden können.

Verweigert Deutschland weiterhin die Zahlungen, droht die Wanderschäferei hierzulande Geschichte zu werden. 2016 gab es in Deutschland noch 989 Schäfereien mit jeweils mehr als 320 Mutterschafen. Das waren 13 Prozent weniger als 2010. Da das von ihnen erzeugte Fleisch nicht mit Billigimporten aus Übersee konkurrieren kann, halte ich es auch im Sinne des angewandten Naturschutzes für geradezu zwingend, mit der Weideprämie diesen Zweig der Landwirtschaft zu unterstützen.“



Im Hintergrund:

Die Wanderschäfer wollen am 13.März in Berlin vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium für die Weideprämie demonstrieren. Aufruf hier.

Sie haben zugleich eine Petition gestartet, um diesen Traditionsberuf zu retten: https://www.change.org/p/rettet-die-let ... ereiretten "

Grüße

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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Steffi » Fr 9. Mär 2018, 19:58

Also Weidetierprämie nur für Wanderschäfer, nicht für alle Schafe? Und auch nur für Schafe, nicht für Kühe auf der Weide?

LG,
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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Schafhüterin » Di 13. Mär 2018, 05:30

Heute ist es so weit... kann leider selbst nicht nach Berlin fahren.. drücke euch die Daumen.

Viel Erfolg :wink:
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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Schafhüterin » Di 13. Mär 2018, 10:27

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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon schafbauer » Di 13. Mär 2018, 13:20

Ich wäre neugierig was euer protest wirklich bringt. also haltet uns am laufenden.
"Nur was man gerne macht, macht man auch gut." :schaf2:

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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Sasdi » Mi 14. Mär 2018, 10:16

Nochmal zu Kucznik und der Diskussion im Thread Medienberichte über den Wolf (viewtopic.php?f=16&t=128).
Wem fährt denn Kucznik über die Füße? Ich halte es für wesentlich sinnvoller, mit den Pro-Wolf-Leuten zu reden und sie in die Problematik des Herdenschutzes mit einzubeziehen, als immer nur rumzupoltern und den Abschuss der Wölfe zu fordern. So machen sich die Schäfer keine Freunde. Und Freunde bzw. uns wohlgesonnene Leute brauchen wir, wenn wir Hilfe haben wollen. Viehhalter, die sich weigern selbst einfachste Schutzmaßnahmen umzusetzen (manche weigern sich kategorisch irgendetwas an ihrer Haltung zu ändern), schaden unserem Anliegen deutlich mehr, als solche, die sich mit den Naturschutzleuten zusammensetzen und versuchen einen Weg zu finden.
Die Bevölkerung ist mehrheitlich pro Wolf, das werden wir nicht ändern können. Wenn die Schäfer den Abschuss der Wölfe fordern, dann ist die Bevölkerung folgerichtig kontra Schäfer. Es hat auch was mit Image zu tun. Hat die Viehhaltung ein positives Image, dann setzen sich die Leute für sie ein, dann gibt es Unterstützung und Hilfe. Hat sie ein schlechtes Image, dann kümmert es niemanden, ob da ein paar Schäfereien kaputt gehen oder nicht.
Schäfer, die Bereitschaft zeigen, sich mit dem Wolf zu arrangieren und gleichzeitig klar machen, dass sie das nicht alleine stemmen können, werden mit Sicherheit mehr Hilfsbereitschaft erfahren als solche, die stur auf dem Standpunkt beharren, der Wolf soll wieder weg.
Mich nervt diese Sturheit inzwischen genauso extrem, wie die fanatischen Wolfsliebhaber, die am liebsten jedem Wölfchen ein rosa Schleifchen umbinden wollen.
Im Mai kommen Leute von WikiWolves, um mir beim Zaunbau zu helfen, und ich bin in Kontakt mit der Wolfsbeauftragten in Brandenburg, um beim Thema Herdenschutz zusammenzuarbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass wir nur so weiterkommen. Je mehr Kontakt die Wolfsfreunde zu Schafhaltern haben und vor Ort die Probleme und Schwierigkeiten sehen, desto eher verstehen sie auch unsere Sorgen und Nöte.

LG Saskia

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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Henry » Mi 14. Mär 2018, 10:27

Sasdi hat geschrieben:... Die Bevölkerung ist mehrheitlich pro Wolf, das werden wir nicht ändern können.
Das ändert sich gerade. Am deutlichsten wo der Wolf ißt.
Sasdi hat geschrieben:Im Mai kommen Leute von WikiWolves, um mir beim Zaunbau zu helfen,
Dann warte unvoreingenommen ab und berichte danach.
Sasdi hat geschrieben:Je mehr Kontakt die Wolfsfreunde zu Schafhaltern haben und vor Ort die Probleme und Schwierigkeiten sehen, desto eher verstehen sie auch unsere Sorgen und Nöte.
... und hören dann auf den Wolf zu überhöhen, stellen schließlich ihre Fördermitgliedschaft und die Spenden ein, ziehen sich zurück und helfen wem?

Die Wolffreunde sehen die Zäune nicht, mit denen ich die Natur verschandele. Ich sehe sie täglich. Nicht die Wolffreunde, die Zäune!

Wir hier sitzen eine Kampagne aus und ein paar wenige verdienen inzwischen an der Hundezucht. Die wehren sich damit auch gegen paar Wölfe. Wie sieht es aus, wenn sich die Zahl der Wölfe erhöht und die Zahl der Schafe weiter sinkt?
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Re: Demo für Weidetierprämie in Berlin, am 13.03.2018

Beitragvon Insane » Mi 14. Mär 2018, 12:19

Sasdi hat geschrieben:Nochmal zu Kucznik und der Diskussion im Thread Medienberichte über den Wolf (viewtopic.php?f=16&t=128).
Wem fährt denn Kucznik über die Füße? Ich halte es für wesentlich sinnvoller, mit den Pro-Wolf-Leuten zu reden und sie in die Problematik des Herdenschutzes mit einzubeziehen, als immer nur rumzupoltern und den Abschuss der Wölfe zu fordern. So machen sich die Schäfer keine Freunde. Und Freunde bzw. uns wohlgesonnene Leute brauchen wir, wenn wir Hilfe haben wollen. Viehhalter, die sich weigern selbst einfachste Schutzmaßnahmen umzusetzen (manche weigern sich kategorisch irgendetwas an ihrer Haltung zu ändern), schaden unserem Anliegen deutlich mehr, als solche, die sich mit den Naturschutzleuten zusammensetzen und versuchen einen Weg zu finden.
Die Bevölkerung ist mehrheitlich pro Wolf, das werden wir nicht ändern können. Wenn die Schäfer den Abschuss der Wölfe fordern, dann ist die Bevölkerung folgerichtig kontra Schäfer. Es hat auch was mit Image zu tun. Hat die Viehhaltung ein positives Image, dann setzen sich die Leute für sie ein, dann gibt es Unterstützung und Hilfe. Hat sie ein schlechtes Image, dann kümmert es niemanden, ob da ein paar Schäfereien kaputt gehen oder nicht.
Schäfer, die Bereitschaft zeigen, sich mit dem Wolf zu arrangieren und gleichzeitig klar machen, dass sie das nicht alleine stemmen können, werden mit Sicherheit mehr Hilfsbereitschaft erfahren als solche, die stur auf dem Standpunkt beharren, der Wolf soll wieder weg.
Mich nervt diese Sturheit inzwischen genauso extrem, wie die fanatischen Wolfsliebhaber, die am liebsten jedem Wölfchen ein rosa Schleifchen umbinden wollen.
Im Mai kommen Leute von WikiWolves, um mir beim Zaunbau zu helfen, und ich bin in Kontakt mit der Wolfsbeauftragten in Brandenburg, um beim Thema Herdenschutz zusammenzuarbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass wir nur so weiterkommen. Je mehr Kontakt die Wolfsfreunde zu Schafhaltern haben und vor Ort die Probleme und Schwierigkeiten sehen, desto eher verstehen sie auch unsere Sorgen und Nöte.

LG Saskia


Herr Kucznik denunziert jeden, der schon Wolfsübergriffe hatte (auch wenn derjenige sich ein Bein für den Schutz
rausreißt) indem er fabuliert, dass mit vernünftigem Herdenschutz alles gar kein Problem wäre. Und was macht der
dankbare Pöbel? Sagt: "siehtste geht doch, IHR seid nur alle zu faul und geizig!"

Zu WikiWolves sage ich mal gar nichts, aber deren Entschuldigungsschreiben für ihre eigene Inkompetenz und das
Denunzieren habe ich noch.

Es gibt für die Naturschutzleute keinen Weg, weil nur unser Untergang und damit freie Weiden ihrem Anliegen dienen.
Gerade hat der Herr Bathen (NaBu) wieder getwittert, dass es Zeit wird in Deutschland wieder Wisente und Elche anzusiedeln.
Was meinst du, wo die subventioniert weiden wollen?
Und die wären ja auch wehrhafter gegen die ebenfalls anzusiedelnden Bären...
Wer da die Nachtigall nicht trapsen hört, dem ist kaum zu helfen.
Das ist kein Heu in meinen Haaren - das ist Schäferglitzer :?:


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