Sachkunde im Betäuben und Töten von Schafen

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Henry
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Re: Sachkunde im Betäuben und Töten von Schafen

Beitragvon Henry » Mo 17. Jul 2017, 22:40

So eine Walther PPK darf jeder erwerben, dessen Bedürfnis dazu anerkannt ist. Es gibt nur ein Kriegswaffenverbot in Deutschland.
Jäger, um zu jagen.
Schießerlaubnisträger, um den Zweck zu erfüllen (Schutz für sich und andere, Töten) den die Erlaubnis hergibt.
Sportschützen, um den Sport zu schützen.
Sammler, um zu sammeln.
Händler, um damit zu handeln.
Behörden, um einzuziehen.
Büchsenmacher, um zu pflegen.
Transporteure, um runterzuschmeißen und zu beschädigen ...

(Das vielfach vorgebrachte wohlbegründete Bedürfnis, Schwiegermütter sach- und waidgerecht entnehmen zu wollen, ist zwar zweifellos ein starkes und - außer in meinem Fall - sicher oft gerechtfertigtes, aber eben leider kein berechtigendes.)

Oft bleibt eben nur der Radschlüssel.
Henry
der
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Re: Sachkunde im Betäuben und Töten von Schafen

Beitragvon LuckyLucy » Di 18. Jul 2017, 07:29

Schafhüterin hat geschrieben:
Henry hat geschrieben:Auf Schafhalter kommt auch immer mehr zu an gesetzlichen Vorschriften.


..und daran wird ja auch verdient. Wenn ich bedenke, das so ein Kurs um die 550 Euro kostet.

Lehrgangsgebühr
550 € mit Verpflegung/Unterlagen und inklusive ein
Schlachtlamm
zuzüglich eventueller Übernachtungskosten (29 €
je Ü/F und Person)
Quelle: http://www.hofgut-neumuehle.de/pdfs/Sac ... e_2017.pdf



In Triesdorf bist Du mit ca. 160 Euronen plus Lamm dabei. Kurs dort geht über 1,5 Tage. Übernachtungsmöglichkeit evtl. im angeschlossenen Internat oder auch preiswert im Gasthaus.
LuckyLucy, schaffiebrig

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Re: Sachkunde im Betäuben und Töten von Schafen

Beitragvon Fröschchen » Di 18. Jul 2017, 20:28

Henry hat geschrieben:...

(Das vielfach vorgebrachte wohlbegründete Bedürfnis, Schwiegermütter sach- und waidgerecht entnehmen zu wollen, ist zwar zweifellos ein starkes und - außer in meinem Fall - sicher oft gerechtfertigtes, aber eben leider kein berechtigendes.) [color=#004000]DANKE!!!

    [/color]
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    Fröhlich gequakter Gruß :flag: und weggehüpft!!! :duck:

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    Re: Sachkunde im Betäuben und Töten von Schafen

    Beitragvon yetiman » Di 24. Okt 2017, 14:14

    Hier noch eine kurze stichpunkartige Zusammenfassung, nachdem ich das Ding letzte Woche in Triesdorf gemacht habe:

    An sich recht interessant. Schwerpunkt lag ganz klar/ausschliesslich beim Tiesrchutz. Also was darf ich dem Tier nicht antun, wie betäube ich richtig usw. ... Rechtliche Aspekte wurden rein gar nicht angesprochen und Fragen durchaus auch abgewisen - damit wollte man sich nicht beschäftigen und man wollte das auch ungern beantworten. Am Ende gab es dann eine schriftliche Multiple Choice Prüfung, eine mündliche Prüfung und jeder musste ein Schaf schlachten unter der Obhut der Veterinärin. So weit so gut. Prüfung bestanden. Nachweis bekommen.

    Habe dann direkt bei unserem zuständigen Veterenäramt den Sachkundenachweis beantragt. Folge davon war ein Anruf, des VetAmt "Chefs". Er wollte dann das ich ihm ihm nochmal eine Schlachtung zeige. Auf die Frage warum ich das tun sollte - ich habe das Ganze ja bereits einer Frau Dr. von einem anderem VetAmt gezeigt und das wurde mir ja auch bestätigt, antwortete er das man das im Landkreis eben so handhabt. Man möchte ja die Leute auch kennenlernen...wahnsinn...
    Letzenendes habe ich ihm nach längerer Diskussion davon überzeugt, dass ich jetzt gleich nicht eines meiner Schafe schlachten möchte (ich habe ja bei der Prüfung eines geschlachtet und durchaus die Truhe voll) und ich es auch nicht ganz einsehe nach einer knapp 400 Euro Investition das gleiche Spiel nochmal mit ihm anzugehen. Er stellt mir jetzt den Sachkundenachweis aus...

    Fleischbeschauer angerufen und den nochmal kurz gefragt wie er das haben möchte. Er war dann ganz bestürzt warum man ein Schaf auf der Weide schlachten möchte. Zitat: "...wer schlachtet denn auf der Weide?"

    Summa Summarum:
    Also rein rechtlich weiss ich nicht mehr oder weniger...ich weiss jetzt nur, dass ich meine Schafe nicht treten und schlagen soll und wie ich den Bolzenschuss am besten ansetze...ein wenig überspitzt, aber nähert sich der Wahrheit....
    Grüsse
    yetiman

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    Re: Sachkunde im Betäuben und Töten von Schafen

    Beitragvon Henry » Di 24. Okt 2017, 17:00

    WAAAASSS!!! :eek: Man darf Schafe nicht treten? Dass ja ganz was Neues. :o: Und schlagen auch nicht? :wackel: Na das ist ja schade. :bye: Nix darf man mehr, menno. :drama:
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    Re: Sachkunde im Betäuben und Töten von Schafen

    Beitragvon Fröschchen » Di 24. Okt 2017, 17:24

    Betäuben und Töten das Eine. Kostet bei uns ebensoviel, aber auch nochmal jwd entfernt. Das nächste ist dann: Abhäuten, Ausnehmen und Zerlegen.

    Will's nur für uns können, keine Vermarktung oder so. (Unser Geflügel kann ich, und mach' ich.)

    Nach wieviel Schafen hattet Ihr relative Übung/ Praxis/ Sicherheit, das Ganze alleine zu bewerkstelligen?

    LG
    Fröhlich gequakter Gruß :flag: und weggehüpft!!! :duck:


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