Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

H.Plüss
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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon H.Plüss » Fr 15. Jun 2018, 09:50

Ich denke doch. Unter punkte vergeben, wird genau das ausgewertet. Man rechnet im system die eigenschaften für eine rasse, wo erwünschenswert sind. Einem männlichen gibt man andere werte als einem weiblichen, sonst wäre ja das männliche immer vor einem weiblichen mit den gleichen werte. Ein einling wird nie ein zwilling im system überholen mit den gleichen werte, wäre das nicht so, würde das system ja nur noch einlinge bevorzugen. Geburtsgewicht wird ein lamm mit 8 kg nie besser sein als ein lamm mit 5 kg sonst würden ja schwerstgeburten besser da stehen. So erstellt man ein system anhand einer rasse was erwünschenswert ist, um das gewünschte zuchtziel zu erzielen. Es gibt ein gen test, habe ich selber schon angewendet, ob ein männliches schaf mehrlingsgeburten vererben wird, es gibt rassen bei denen sind drillings geburten üblich, da spielt das gen einen grossen effekt. Meine schafe haben das gen nicht, bedeutet, ich habe 1.7 lämmer durchschnitt, hätte mein bock das gen hätte ich 2.5 möchte ich aber nicht. So kann jeder selber entscheiden, was passt zu seinem system.

Heumann
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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon Heumann » Fr 15. Jun 2018, 13:28

Hat bei deinem Progamm ein extensiver Betrieb auf margerem Standort eine Chance, gegen einen Kraftfutterzüchter auf fettem Kleegras zu bestehen?

Dein Gentest klingt spannend.
Wo und auf was lässt du die Gene untersuchen? Wer bietet sowas an?

H.Plüss
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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon H.Plüss » Fr 15. Jun 2018, 17:33

Mir glaubt das wohl niemand, aber meine schafe sowie lämmer kriegen kein kraftfutter, kein top gras, gras noch nie gedüngt. Heu ist drei jahre alt, da ich eigentlich gar keines brauch, schafe immer auf wiese, ausser zum lammern für 6 tage rein. Ich hatte schon verschiedene länder texel gehabt, aber in meinem system geht das mit diesem zuchsystem getesteten schafe am besten, somit bin ich auch überzeugt dass das was bringt. Meine schafe sind wirklich im stande von dem grundfutter was ich habe , genug für ihr erhalt zu kriegen und noch lämmer auf zu ziehen. Meine schafe haben alle das myomax gold gen. Selber alle testen lassen
Das fruchtbar gen werde ich demnächst hir schreiben

H.Plüss
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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon H.Plüss » Fr 15. Jun 2018, 18:29

https://www.genomnz.co.nz/our-services/booroola/
Hier der Link für Fruchtbarkeit Gen

alpenblümchen
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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon alpenblümchen » Fr 15. Jun 2018, 21:56

H.Plüss@ ich habe nichts verstanden. kannst du das noch vertieft erläutern? weshalb bei diesem bewertungssystem an stelle der genetik nicht versehentlich doch umwelteinflüsse gemessen werden. zum beispiel am ultraschall. wie kann eine ultraschall untersuchung von einem mageren und einem fettem lamm vergleichbare ergebnisse liefern?

Heumann
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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon Heumann » Sa 16. Jun 2018, 06:23

Wo testest du das myomax-Gen?

Die Düngung hat nichts mit der Qualität des Aufwuchses zu tun. Gerade ein viehhaltender Grünlandbetrieb hat kaum Närstoffabfuhr. Stickstoff kommt von den Leguminosen und aus der Luft. P und K bleibt im Kreislauf.
Da du deinen Schilderungen nach auch im Winter Weide zur Verfügung hast (keine Ahnung, ob das in der Schweiz geht. Ich habe andere Bilder vor Augen) hast du wahrscheinlich ganzjährig gutes Futter.

H.Plüss
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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon H.Plüss » Sa 16. Jun 2018, 13:09

Neuseeland. Es ist das fliesblatt system. Ein tropfen blut auf das testpapier, in couvert und mit der post senden.
Letzten winter hatten wir bei uns auf 500 m nie zwei tage schnee. Auch hatten wir schon wochen lang schnee, aber unter dem schnee hat es genügend gras um den bedarf der schafe zu decken. Ich habe erst ab ende februar lämmer, im märz schon wieder wachstum auf der wiese.

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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon H.Plüss » Sa 16. Jun 2018, 14:18

Scannen mageren und fettem lamm
Ich bin ausgebilderter scanner vom englischen sygnet system. Geschult on scann techniker uk. Es gibt in uk drei ausgebildete scanner , ich bin der vierte. Nicht aber für uk zuständig.wir machen mit dem scann bild vier messungen, einmal nur muskelmase und drei mal fett und das nach 150 tagen. Nehmen wir an ein lamm hat 23 mm muskelaufbau und 6mm fett. Wir möchten aber 30 mm muskel und 3mm fett. 1mm muskel entspricht 0.5kg mehr gewicht vom lamm . das bedeutet,ein lamm das 8mm mehr muskelaufbau hat ,bringt also 4kg mehr muskelfleisch und das im selben betrieb, gleicher haltung und gleichem alter. Somit hat doch das 8mm mehr muskelmasse eine genetischen vorteil. Es ist im stande grundfutter in muskelmasse um zu wandeln. Das andere leider nicht. Messen wir nach 5kg mehr gesamtgewicht der beiden lämmer, hat das schwechere immer noch 23mm muskelaufbau aber toppelt so viel fett. Es ist gar nicht in der lage mehr muskelaufbau zu produzieren, weil fett dominant ist und das bei ihm überhand nimmt. Somit züchten wir mit diesen lämmer weiter die für uns passend sind. Unterschied magerem und fettem lamm. Wenn ich ein lamm scanne und das hat 1.5 fett oder 8mmm da ist doch der scanner das beste beweisstück, wer ist mager und wer ist fett. Und vor allem sieht man wer hat intramuskuläres fett und wer nicht. Mit diesem system kann man doch diese lämmer so ins system einbauen die der konsument wünscht. Mit diesem system kann ich die böcke oder mutterschafe online auslesen dass ich eines tages auch an meinen lämmer mehr muskelmasse vererbt wird, wie sonst soll ich das erreichen. Geht mal auf Basco system dann rechts oben tut sich ein feld auf da schreibt ihr EZV1819088647 das ist bis heute mein bester selbst gezüchteter lamm bock. Der Average durchschnitt der texel rasse ist 278. Den jetzt noch verbessern muss ich im system schaen wer bringt mir wo mehr.

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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon alpenblümchen » Sa 16. Jun 2018, 21:39

viel erfahrung gewann man in der schweinehaltung mit dem messen der fett-und muskelauflage durch ultraschall. und als hilfe zur selektion auf fettarme schweine.

das mittelland in der schweiz zwischen jura und alpen hat ein mildes klima und gute nährstoffreiche böden. im winter sind da mehrere schafherden unterwegs. ein grosser teil sind schlachtlämmer die nur mit gras die schlachtreife erlangen.

die habsburger kamen ursprünglich aus dem argau wo der H.Plüss wohnt.

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Re: Ultraschalluntersuchung in der Zuchtwahl?

Beitragvon Manfred » Sa 16. Jun 2018, 22:17

@H.Plüss:
Nach wie vor unbeantwortet ist die mehrfach gestellte Frage, ob und wie man die Scans von Tieren aus Betrieben mit unterschiedlichen Haltungsvoraussetzungen vergleichbar machen kann.
Ich persönlich denke, das ist nur sehr schlecht möglich.
Für den innerbetrieblichen Vergleich oder für den Vergleich zwischen Betrieben mit ähnlichen Voraussetzungen scheint es mir aber ein wertvolles Werkzeug zu sein.
Wenn ich persönlich eine extensive Herde hätte und bei dir einen Bock kaufen müsste, würde ich nicht den mit der meisten Muskelauflage, sondern den Fettesten nehmen, weil der den viel effektiveren Stoffwechsel hat und damit bessere Mütter für extensive Standorte zeugen wird.


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